Die Besonderheiten des Roten Meeres

Viele Meere oder Seen scheinen sich auf den ersten Blick zu ähneln. Doch wenn Sie sich gerade mit dem Roten Meer etwas genauer beschäftigen, werden Sie schnell ein paar Besonderheiten feststellen, die die meisten anderen Meere nicht aufweisen können und so dem Roten Meer die Einzigartigkeit verleihen, für das es heute bekannt ist.

Die geographische Lage

Das Rote Meer, ein Nebenmeer des Indischen Ozeans, liegt zwischen Nordost-Afrika und der Arabischen Halbinsel und ist im Gegensatz zu vielen anderen Meeren von der Form her eher schmal. Die größte Entfernung zwischen beiden Ufern beträgt 354 km. Die schmalste hingegen stellt die Meerenge bei Bab el-Mandeb, am südlichen Ende des Roten Meeres, dar. An dieser Stelle sind beide Ufergebiete 26 km weit voneinander entfernt. Die durchschnittliche Tiefe des Meeres beträgt 2000 m, die tiefste Stelle befindet sich 2604 m unter der Wasseroberfläche. Das Rote Meer wird zudem aufgrund der geographischen Lage als kleiner Ozean bezeichnet. Das Meer befindet sich genau zwischen den beiden Kontinenten Afrika und Asien und liegt demnach auch auf den beiden kontinentalen Platten, die sich jährlich um ein paar wenige Zentimeter voneinander wegbewegen. Somit vergrößert sich das Meer im Jahr zwar kaum bemerkbar, könnte aber hochgerechnet in einigen Millionen Jahren die Größe des heutigen Atlantiks annehmen.

Das Wasser und das Leben darin

Statt wie bei den meisten Gewässern, dass die Wassertemperatur mit steigender Tiefe abnimmt, ist der Temperaturverlauf beim Roten Meer genau anders herum. Je tiefer Sie in das Rote Meer eintauchen, desto wärmer wird das Wasser um Sie herum. Der Grund für diesen Temperaturanstieg liegt in den vulkanischen Aktivitäten. So sorgt flüssiges Gestein im Erdinneren, dass das Wasser am Meeresboden erwärmt wird. Neben dieser Temperatur ist das Wasser zudem sehr klar und bietet Ihnen eine hervorragende Sicht auf die Unterwasserwelt. Die Sichtweite kann im Roten Meer bis zu 30 m betragen. Dies lässt sich durch den hohen Salzgehalt in diesem Gewässer erklären. Mit rund 4,1 % an Salzgehalt im Wasser, welches auf das Klima, und der dadurch ständigen Sonneneinstrahlung zurückzuführen ist, sowie dem geringen Wasseraustausch mit dem Indischen Ozean aufgrund der nur sehr schmalen Meerenge, hat das Wasser im Roten Meer nur wenige Nährstoffe. Dies verhindert eine starke Bildung von Plankton. Zudem sorgt der hohe Salzgehalt, der bei den meisten Meeren sonst bei ungefähr 3,5 % liegt, dafür, dass der Körper besser getragen wird, was zudem ideal für Schnorchelaktivitäten ist.

Die einzigartigen Lebewesen im Unterwasser

Auch die Unterwasserlebewesen, die im Roten Meer zu finden sind, machen diesen Ort zu einem besonderen Fleck der Erde. So lassen sich einige der dort lebenden Fische in keinem anderen Meer finden. Da das Rote Meer lediglich durch eine schmale Meerenge mit dem Indischen Ozean verbunden und ansonsten nur von Festland umgeben ist, haben sich Eigenarten an Fischen entwickelt, die daher nur in diesem Meer zu finden sind. Aber auch die vielen Korallenriffe, allein 400 Korallen wurden bereits im Roten Meer ermittelt, sorgen für ein schönes und einzigartiges Unterwassergemälde mit unzähligen Fischen, die es in allen Formen und Farben zu bestaunen gibt.

Fotorechte: porschelegend – Fotolia

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